Goldpreis: Zinssorgen wiegen stärker als Inflationsgefahr

29. April 2026

Nachdem der Goldpreis im März mehr als elf Prozent an Wert verloren hatte, wies er für den Monat April mit 4.571 Dollar ein deutlich moderateres Minus von etwas mehr als zwei Prozent aus (Stand: 29.04.26).

Nach wie vor dominiert an den Goldmärkten die Angst vor anhaltend hohen Zinsen und den daraus resultierenden Opportunitätskosten (-> Zinsverzicht). Weil Gold weder Zinsen noch Dividenden zahlt, lässt offensichtlich die Attraktivität am Krisen-, Vermögens- und Inflationsschutz nach. Apropos Inflation, diese hat sich im März aufgrund steigender Energiepreise in der Eurozone von 1,9 auf 2,6 Prozent und in den USA von 2,4 auf 3,3 Prozent beschleunigt (siehe Grafiken). Bislang haben die hohen Energiepreise noch nicht die Preise für Lebensmittel nach oben getrieben – aber, was nicht ist kann ja noch werden. Es ist daher zu befürchten, dass bei einer längeren Blockade der Straße von Hormus der von EZB und Fed angestrebte Zielwert von zwei Prozent Inflation noch deutlicher übertroffen wird.

Ergebnisse der LBMA-Umfrage seit 2010

Inflationsschub ante portas? Inflation innerhalb der Eurozone

Quelle: TradingEconomics

Ergebnisse der LBMA-Umfrage seit 2010

Comeback in Richtung neun Prozent? Inflation in den USA

Quelle: TradingEconomics

Schuldentragfähigkeit gefährdet

Steigende Zinsen haben aber den unangenehmen Nebeneffekt, dass die Zinslast hochverschuldeter Staaten stark ansteigt. Nur zur Erinnerung: In den USA hat sich der Schuldenberg innerhalb von zehn Jahren von 19 Billionen auf über 39 Billionen Dollar mehr als verdoppelt und entspricht nun 123 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zugleich haben sich während dieses Zeitraums die zehnjährigen US-Renditen von 1,6 auf über vier Prozent vervielfacht. Deshalb sollten Geldanleger – ungeachtet der aktuellen Schwächephase bei Gold – weiterhin der „ewigen Währung“ vertrauen.

LBMA und WGC melden solide Q1-Nachfrage

Die Nachfrage nach physischem Gold bleibt hoch – und das trotz eines bereits stark gestiegenen Goldpreises. Aktuelle Daten zeigen, dass das Edelmetall weiterhin stark gefragt ist und seine Rolle als sicherer Hafen in einem unsicheren globalen Umfeld behauptet.

Ein Blick auf die aktuellen vom World Gold Council veröffentlichten Gold Demand Trends (Q1 2026) bestätigt dieses Bild eindrucksvoll. Die weltweite Goldnachfrage lag bei rund 1.231 Tonnen (+2,1 Prozent p.a.). Noch deutlicher fällt der Wertzuwachs aus: Getrieben durch den hohen Goldpreis legte das Nachfragevolumen mit 193 Mrd. Dollar um 74 Prozent zu und erreichte ein neues Rekordniveau.

Besonders auffällig ist die Entwicklung im Bereich physischer Investments. Die Nachfrage nach Barren und Münzen zog um 42 Prozent auf 474 Tonnen an und erreichte eines der höchsten Quartalsniveaus überhaupt. Vor allem Investoren in Asien griffen verstärkt zu und bauten ihre Goldbestände deutlich aus. Diese Entwicklung unterstreicht, dass physisches Gold weiterhin eine zentrale Rolle in der Vermögensallokation spielt – gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit.

Auch die institutionelle Nachfrage blieb ein stabiler Pfeiler. Zentralbanken setzten ihre Goldkäufe fort und stockten ihre Reserven um fast 244 Tonnen auf. Gleichzeitig verlagert sich die Struktur der Goldnachfrage zunehmend weg von der Schmuckindustrie hin zumInvestmentsektor. Während die Schmucknachfrage preisbedingt rückläufig war, blieb die Zahlungsbereitschaft hoch – ein Zeichen für die weiterhin positive Wahrnehmung von Gold als Wertspeicher.

Diese Einschätzung deckt sich auch mit dem aktuellen Quartalsbericht der London BullionMarket Association (LBMA). Auch dort wird ein anhaltend robustes Interesse an physischem Gold hervorgehoben. Für das erste Quartal 2026 meldete die LBMA eine gehandelte Goldmenge von durchschnittlich 49,25 Mio. Feinunzen pro Tag, was einem Handelsvolumen von 240,82 Mrd. Dollar entsprach. In der Spitze wechselten pro Woche sogar 350 Mio. Unzen im Gegenwert von nahezu 1.810 Mrd. Dollar den Besitzer.

Fazit:

Derzeit deutet wenig darauf hin, dass der Krisenwährung eine nachhaltige Talfahrt der Goldnachfrage droht – es gibt schlicht und einfach zu viele Kaufargumente.

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