Goldpreis nach Gewinnmitnahmen wieder attraktiv

27. Februar 2023

Das gelbe Edelmetall musste im Februar sämtliche Jahresgewinne wieder abgeben. Wachsende Zinssorgen und ein starker Dollar haben zu einer reduzierten Anziehungskraft der Krisenwährung geführt. Auf lange Sicht bleibt Gold nach den Gewinnmitnahmen aber weiterhin attraktiv.

Wohin entwickeln sich Dollar und Zinsen?

Eine höher als prognostizierte US-Inflation sowie starke US-Konjunkturdaten waren der Auslöser für das jüngste „Comeback der Zinsängste“. Mehrere US-Notenbanker haben zuletzt außerdem „falkenhafte“ Statements getätigt, was sich auch beim FedWatch-Tool des US-Terminbörsenbetreibers CME Group bemerkbar gemacht hat. Dieses zeigt aktuell nämlich eine Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent an, dass die Fed Funds bis Ende des Jahres um 50 Basispunkte oder mehr erhöht werden. Zur Erinnerung: Vor einem Monat war für ein solches Szenario lediglich ein Wert von 3,7 Prozent ausgewiesen worden.

Je höher und je länger die Zinsen ihr erhöhtes Niveau beibehalten, desto höher fallen bei Goldbesitzern die Opportunitätskosten aus, die durch den Verzicht auf Zinsen und Dividenden zwangsweise entstehen. Eines sollten Investoren dabei allerdings auf keinen Fall außer Acht lassen: Die Renditen von Staatsanleihen mit bester Bonität kommen weiterhin auch nicht ansatzweise an die aktuellen Inflationsraten heran. Während zum Beispiel kurzfristige Bundesanleihen derzeit Renditen von 3,1 Prozent p.a. bieten, kletterte im Januar die deutsche Inflationsrate von 8,1 auf 8,7 Prozent p.a. wodurch negative Realzinsen entstehen. In solchen Marktphasen erwiesen sich Goldinvestments in der Vergangenheit meist als besonders rentabel.

Goldangebot und Goldnachfrage im Jahr 2022

Globale Nachfrage 2021 (Tonnen) 2022 (Tonnen)
Schmuckbranche 2.230,60 2.189,80 -1,8 %
Technologie 330,20 308,50 -6,6 %
Notenbanken 450,10 1.135,70 152,3 %
Investment 1.001,90 1.106,80 10,5 %
– davon Barren und Münzen 1.190,90 1.217,10 2,2 %
– davon ETFs und ähnliche Produkte -189,00 -110,40
Insgesamt 4.012,80 4.740,70 18,1 %
Nachfrage OTC u.a. 669,60 13,80 -97,9 %
Globales Angebot 2021 (Tonnen) 2022 (Tonnen)
Minenangebot (Primärproduktion) 3.568,90 3.611,90 1,2 %
Hedging (Preisabsicherung) -22,7 -1,5
Recycling (Sekundärproduktion) 1.136,20 1.144,10 0,7 %
Insgesamt 4.682,40 4.754,50 1,5 %

Quelle: World Gold Council; Stand: 27.02.23

WGC meldet kräftig gestiegene Nachfrage

Der World Gold Council meldete für 2022 einen starken Anstieg der physischen Goldnachfrage. Diese erhöhte sich nämlich von 4.012,8 auf 4.740,7 Tonnen (+18,1 Prozent), was vor allem zwei Marktsegmenten zu verdanken war. Ausgesprochen erfreulich hat sich u.a. der Investmentsektor entwickelt. Per Saldo kletterte hier die Nachfrage von 1.001,9 auf 1.106,8 Tonnen (+10,5 Prozent). Verantwortlich für diesen markanten Zuwachs waren neben dem Rückgang der ETF-Abflüsse von 189,0 auf 110,4 Tonnen auch das verstärkte Interesse an Barren und Münzen. Besonders interessant: Während sich bei Barren & Münzen die weltweite Nachfrage von 1.190,9 auf 1.217,2 Tonnen (+2,2 Prozent) erhöht hat, war in Deutschland ein Wachstum von 162,6 auf 185,3 Tonnen (+14,0 Prozent) registriert worden. Damit war lediglich in China (218,2 Tonnen) ein noch stärkeres Interesse an Barren & Münzen zu beobachten.

Ein starker Nachfrageboom war aber auch unter Notenbanken auszumachen. Mit Nettokäufen in Höhe von 1.135,7 Tonnen wurde der Vorjahreswert (450,1 Tonnen) um mehr als das Doppelte übertroffen und damit der höchste Wert seit 1967 markiert. Viele Zentralbanken aus Schwellenländern möchten ihre starke Dollarabhängigkeit zurückfahren und setzen deshalb verstärkt auf den altbewährten „Stabilitätsanker“.

Fazit: Mag sein, dass das negative Momentum bei Gold derzeit keine Kaufsignale liefert, auf lange Sicht macht der Kauf von Gold, losgelöst vom ganz normalen Marktrauschen, aber weiterhin Sinn.

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