Notenbanken „schwören“ weiterhin auf Gold

26. Juni 2024

Das erste Halbjahr verlief für Goldbesitzer ausgesprochen erfreulich, schließlich hat sich das gelbe Edelmetall in den ersten sechs Monaten auf Dollarbasis um 12,3 Prozent verteuert und in Euro gerechnet ein Plus von 15,6 Prozent erzielt (Stand: 26. 06.24).

EZB mit Zinssenkung um 25 Basispunkte

Nach wie vor scheinen vermeintliche Gesetzmäßigkeiten ihre Gültigkeit verloren zu haben. In den vergangenen Jahrzehnten gab mit Blick auf die Geldpolitik stets die US-Notenbank Fed die Richtung vor und die EZB folgte ihr. Mit dieser Gewohnheit brachen die europäischen Notenbanker und senkten am 6. Juni die Leitzinsen um 25 Basispunkte. In den USA deutet das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group darauf hin, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 66 Prozent der erste Zinsschritt nach unten erst auf der Fed-Sitzung am 18. September verkündet wird.

Da in Europa sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die Inflation um einiges niedriger als in den USA ausfällt, wollten die Europäer offensichtlich nicht länger warten. Da die Maßnahme bereits im Vorfeld angedeutet worden war, reagierten die Finanzmärkte relativ unaufgeregt. Während sich der Dollar im Juni verteuert hat, ging es mit den zehnjährigen US-Renditen tendenziell leicht bergab.

Goldvertrauen der Notenbanken ungebrochen

Zwei im Juni veröffentlichte Umfragen haben aufgezeigt, dass die Krisenwährung Gold weiterhin hohes Ansehen genießt. Dies kam zum einen im Rahmen einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa zum Ausdruck. Für die weitere Entwicklung des Goldpreises dürfte aber die vom World Gold Council veröffentlichte Umfrage unter internationalen Notenbanken um einiges bedeutender sein. Hier hat sich nämlich – verglichen mit dem Vorjahr – die Ansicht verstärkt, dass der Dollaranteil an den globalen Währungsreserven in den kommenden fünf Jahren signifikant niedriger bzw. moderat niedriger ausfallen wird.

Im Gegenzug rechnen die befragten Notenbanken damit, dass im selben Zeitraum mit einer signifikant bzw. moderat höheren Goldquote zu rechnen sei und die globalen Goldreserven steigen werden. Besonders interessant: 29 Prozent der Notenbanken (2023: 24 Prozent) wollen ihre Goldreserven in den kommenden zwölf Monaten aufstocken, während 68 Prozent (2023: 72 Prozent) ihre aktuellen Goldbestände beibehalten möchten. Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Notenbanker mehr denn je auf Gold vertrauen, sollten private Geldanleger dies als starkes Kaufargument für Gold betrachten.

Wie viel Prozent der gesamten Reserven (Fremdwährungen und Gold) werden Ihrer Meinung nach in 5 Jahren in Gold gehalten sein? (Antworten von 2022-2024)

Wie viel Prozent der gesamten Reserven (Fremdwährungen und Gold) werden Ihrer Meinung nach in 5 Jahren in Gold gehalten sein? (Antworten von 2022-2024)

Basis der Umfrage: 2024: 68 Zentralbanken (23 aus fortgeschrittenen Volkswirtschaften und 45 aus Schwellen- und Entwicklungsländern) 2023: 57 Zentralbanken (13 aus fortgeschrittenen Volkswirtschaften und 44 aus Schwellen- und Entwicklungsländern) 2022: 56 Zentralbanken (13 aus fortgeschrittenen Volkswirtschaften und 43 aus Schwellen- und Entwicklungsländern) Quelle: gold.org

Goldpreis mit Stabilisierung auf erhöhtem Niveau

Nach der diesjährigen Rally des Goldpreises um in der Spitze fast 500 Dollar tendiert das Edelmetall seit April oberhalb von 2.300 Dollar seitwärts. Um keinen chartinduzierten Verkaufsdruck zu erzeugen, sollte die untere Begrenzung der Unterstützungszone möglichst nicht unterschritten werden. Gut zu wissen: Der langfristige Aufwärtstrend dürfte auf absehbare Zeit intakt bleiben, schließlich verläuft dessen untere Begrenzung bei ungefähr 1.600 Dollar.

Goldpreisentwicklung bis Juni 2024

Goldpreisentwicklung bis Juni 2024

Quelle: TradingView.com

Fazit:

Nach dem Markieren neuer Rekordhochs kamen an den Goldmärkten zwar Gewinnmitnahmen auf, ein markanter Rückschlag blieb bislang allerdings aus. Aktuell sprechen aber auch die historisch niedrigen Aufgelder für den Erwerb von physischem Gold. Diese fallen bei Goldmünzen sogar niedriger aus als bei Goldbarren, was man als ausgesprochen seltenes Phänomen interpretieren kann.

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